RUND UMS AUGE:

Geschichtliches

 

Wir haben per Zufall bei einem Antiquitätenhändler eine medizinische Doktorarbeit aus dem Jahre 1765 gefunden, von einem Herrn D. Johann-Gottlieb Schäfers, der sich mit der Geschichte des grauen Stars und mit der aktuellen OP-Methode beschäftigt.

 

Über den Link können Sie sich die Doktorarbeit anschauen. Die umfasst 30 Seiten und beschreibt die damalige Technik. Kurz gefasst wurde damals durch einen Einstich seitlich ins Auge die trübe Linse einfach nach hinten in den Glaskörper geschoben. Patient und Operateur saßen sich gegenüber, bei dieser Technik gab es eine sehr hohe Komplikationsrate, insbesondere Blutungen und Entzündungen. Die trübe Linse wurde hinten ins Auge gedrückt, dadurch entstand eine Fehlsichtigkeit, die nicht auskorrigiert wurde. Viel später hat man dann eine Star-Brille entwickelt (in der Regel Dioptrien zwischen +12 und +15), danach war in den 60er -70er Jahren die Entwicklung einer Kontaktlinse ein großer Fortschritt.

 

Ende der 70er Jahre kam es zur Entwicklung der intraokularen Linsen, die die optische Wirkung der fehlenden Linse ersetzten. Die heutigen Linsen sind faltbar und werden durch einen kleinen Schnitt implantiert. Die Entwicklung von damals zur jetzigen Zeit ist sicher einem Quantensprung vergleichbar.

 

In der Tagesklinik in Überruhr wird natürlich die neueste Operationsmethode mit den neuesten Geräten und Instrumenten durchgeführt. Sie können ganz sicher sein.

Doktorarbeit ansehen


Hier können Sie sich die Doktorarbeit aus dem Jahr 1765 über den grauen Star anschauen
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